Kategorie: Allgemein

Tipps für den Winter

auch im Winter ist frische Luft ein Muss. Gerade damit unser Körper den Jahreszeitenwechsel mitbekommt. Außerdem wird durch die Sonnenstrahlen unser Immunsystem angeregt und weiße Blutkörperchen werden aktiviert und es findet die Produktion vom Glücksvitamin D an.

Bevor sie sich draußen aufhalten sollten Sie sich anziehen wie im Zwiebellook. Hierbei trägt man mehrere dünne Schichtenkleidung übereinander und kann, sollte die Sonne dann doch mal scheinen, ganz schnell eine Lage ausziehen.

Wer die Möglichkeit hat, sollte der Sauna ein Besuch abstatten-in Verbindung mit anschließendem Wechsel duschen stärkt sie unser Immunsystem und regt die Durchblutung an. Wer keine Möglichkeit hat, eine Sauna zu besuchen, der kann auch warm duschen und sich nachher von unten nach oben mit kaltem Wasser abbrausen. Das hat einen ähnlichen Effekt.

Um ihre Gesundheit auch im Winter zu stärken ist Bewegung ein bewährtes Mittel dafür. Führen Sie ein regelmäßiges Training durch, am besten im Freien. Das Training hält und sich nur fit und schlank, sondern bringt auch unseren Kreislauf so richtig in Schwung! Wenn wir körperlich aktiv sind, pumpt das Herz mehr Blut durch den Körper, wodurch auch unsere Immunzellen aktiviert werden. Außerdem trägt Sport erheblich dazu bei, Stress und Anspannung abzubauen-ein entscheidender Faktor, damit wir uns rundum wohlfühlen.

Vorbeugen durch Hygiene

wenn Sie häufig unterwegs sind und sich an Orten aufhalten, die von vielen anderen Menschen auch aufgesucht werden, zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel, sollten Sie sich zu Hause unbedingt die Hände waschen. Eine gute Angewohnheit ist dies generell zu tun, wenn man von draußen in die Wohnung kommt sich die Hände zu waschen.

Starke Abwehr durch bewusste Ernährung

damit sie auch im Winter eine starke Abwehr haben sollten Sie sich bewusst ernähren. Achten Sie bei der Auswahl ihres Essens darauf, dass sie besonders viel Gemüse enthält. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt hier mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst zu essen, das sind rund 400 g Gemüse pro Tag. Sollten Sie diese Menge nicht schaffen, können Sie auch Vitaminpräparate einnehmen. Sie sollten das Obst und Gemüse jedoch bevorzugen, da es auch die Sekundärstoffe enthält.

Starke Abwehr durch starken Geist

üben Sie sich im positiven Denken dies kann entscheidend dazu beitragen, dass sie Hustenschnupfen und trübe Stimmung die kalte Schulter zeigen können. Menschen mit optimistischen Gedanken werden erwiesenermaßen seltener krank. Und für die frühen Abendstunden können Sie gerne mal eine Meditation ausprobiert.

Wie wichtig ist Sonnenschutz im Alltag?

Wichtig! Denn den Großteil unserer Sonnendosis bekommen wir eben nicht in den wenigen Urlaubswochen ab, sondern im Alltag. Doch wird das häufig unterschätzt: So hat etwa eine Befragung von 2500 Familien durch die Universität Erlangen ergeben, dass nur 30 Prozent der Befragten den Sonnenschutz für ihre Kinder im heimischen Alltag als genauso wichtig erachten wie im Urlaub.

Dazu passt die Entwicklung der Hautkrebszahlen: Nach Schätzung der WHO treten weltweit pro Jahr zwei bis drei Millionen neue Fälle von hellem Hautkrebs auf und rund 250.000 neue maligne Melanome (schwarzer Hautkrebs). Dabei ist längst klar: UV-Strahlen der Sonne sind umweltbedingtes Risiko Nummer eins für eine Hautkrebserkrankung.

Sind nur Sonnenbrände gefährlich?

Nein. Bei Sonnenbränden ist der Schaden zwar besonders deutlich: Laut einer Studie der Warren Alpert Medical School der Brown University in Rhode Island genügen schon fünf Sonnenbrände vor dem 20. Lebensjahr, um das Risiko für Hautkrebs enorm zu steigern. Es ist um 80 Prozent höher als bei Menschen, die in ihren ersten 20 Lebensjahren keinen Sonnenbrand hatten. Als Sonnenbrand zählt übrigens schon eine leichte Rötung der Haut, auch wenn diese nicht schmerzt.

Doch auch die UV-Strahlung, die über Jahre langsam, aber stetig auf uns einstrahlt, spielt eine Rolle bei der Entstehung eines Melanoms. Heißt konkret: Die Haut vergisst keine UV-Strahlung – die Strahlenbelastung summiert sich im Laufe des Lebens auf. Daher empfehlen Fachorganisationen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum einen nachhaltigen und intensiven Schutz vor UV-Strahlung – besonders für Kinder- und Jugendliche.

Sind UV-A- und UV-B Strahlen gleichermaßen gefährlich?

Es gibt drei Sorten von UV-Strahlung: UV-A-, UV-B und UV-C-Strahlen. Sie unterscheiden sich in ihrer Wellenlänge – und dringen dadurch unterschiedlich tief in die Haut ein. UV-C-Strahlen, die UV-Strahlen mit der höchsten Energie, werden von der Erdatmosphäre zurückgehalten und kommen auf der Erde nicht mehr an.

Von den UV-B-Strahlen erreichen bis zu zehn Prozent die Erdoberfläche. Bei Störungen der Ozonschicht vergrößert sich der Anteil. Daher ist etwa in Australien, wo die Ozonschicht sehr dünn ist, das Hautkrebsrisiko besonders hoch. UV-B-Strahlen sind kurzwellig und für Sonnenbrände verantwortlich. Diese energiereiche Strahlung schädigt die DNA-Moleküle der Hautzellen in unserer äußersten Hautschicht (Epidermis).

Die langwelligere UV-A-Strahlung erreicht weitgehend unbehindert die Erde. UV-A-Strahlen haben weniger Energie als UV-B-Strahlen, dringen aber tiefer in die Haut ein – bis in unsere Lederhaut. Hier produzieren sie freie Radikale, die die Haut altern lassen. Und: UV-A-Strahlen sorgen über eine Umwandlung des Hautfarbstoffes für eine Sofortpigmentierung der Haut – die Haut bräunt.

Bis vor wenigen Jahren glaubte man noch, sie seien weniger gefährlich, weil ihre hautrötende Wirkung bis zu tausendfach schwächer ist als die von UV-B-Strahlen. Mittlerweile ist jedoch gesichert, dass auch UV-A-Strahlen zu Schäden in der Erbsubstanz unserer Haut führen. Daher ist UV-A- wie UV-B-Strahlung auch als „eindeutig krebserzeugend für den Menschen“ eingestuft, so der Krebsinformationsdienst.

Ist vorgebräunte Haut weniger gefährdet?

UV-A- und UV-B-Strahlen regen unsere Haut dazu an, einen Eigenschutz aufzubauen – sie bildet das Pigment Melanin. Die Melanin-Pigmentierung nimmt weitere UV-Strahlen auf und verhindert, dass die Strahlung die tiefer liegenden Hautschichten schädigt. Dieser Aufbau des körpereigenen UV-Schutzes wird als Vorbräunen bezeichnet. Gebräunte Haut ist also eine Art Abwehrreaktion des Körpers vor Sonnenstrahlung.

Allerdings schützt uns die Bräune nicht so stark, wie wir glauben. Bei Menschen mit Hauttyp I bis III, so wie es die meisten Mitteleuropäer sind, entspricht der Schutz durch die Eigenbräune etwa einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 1,5. Menschen mit dunklem Hauttyp IV können durch ein Vorbräunen nur einen maximalen Lichtschutzfaktor-Schutz von 2 erreichen. Daher gelten alle Sonnenschutzempfehlungen auch für gebräunte Menschen.

Ist Sonnencreme wirklich der beste Sonnenschutz?

Sonnencreme wird von vielen nationalen und internationalen Fachgesellschaften nicht als Sonnenschutz der ersten Wahl angesehen, denn: Es gibt keine Sonnencreme, die das gesamte Spektrum der UV-Strahlen abdeckt. Als alleiniger Schutz reicht sie also nicht aus. Noch wichtiger sei es, maßvoll mit der Sonne umzugehen, die Sonne in der Mittagszeit zu meiden und körperbedeckende Kleidung zu tragen. Nicht zu vergessen: Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen mit UV-400-Kennzeichnung.

Wie werden Sonnenschutzmittel richtig angewandt?

Was vielen nicht klar sein dürfte: Es dauert etwa 30 Minuten, bis ihr Schutz wirkt. Daher ist es wichtig, sich früh genug einzucremen. Allerdings haben Studien gezeigt, dass die meisten Menschen Sonnenschutzmittel zu dünn auftragen. Um das versprochene Schutzniveau zu erreichen, müssten ca. 2 Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen werden, rät der Krebsinformationsdienst. Das entspricht etwa 6 Teelöffeln für den Körper eines durchschnittlichen Erwachsenen. Mit Sonnenschutzsprays sollte man sich grundsätzlich zweimal einsprühen, damit der Schutz gewährleistet ist.

Zudem wird ein Lichtschutzfaktor von mindestens 20 empfohlen, bei Kindern und Menschen mit heller Haut mindestens 30. Ein höherer Schutzfaktor als 50 bis 60 ist chemisch nicht möglich, daher gibt es in Europa auch nur die Bezeichnung 50+.

Je höher der Lichtschutzfaktor, umso länger der Schutz

Der Lichtschutzfaktor (LSF), im Ausland als Sun Protection Factor (SPF) bezeichnet, gibt an, wie viel länger man sich mit der Sonnenschutzlotion der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Je höher der Wert, umso länger der Schutz. Konkret: Würde man ohne Sonnenschutz etwa schon nach 10 Minuten erröten und benutzt eine Creme mit Lichtschutzfaktor 30, verlängert sich der Sonnenschutz auf maximal 300 Minuten.

Und: Nachcremen verlängert den Schutz nicht – es erhält ihn nur. Bei unserem Beispiel bräuchte die Haut also trotzdem nach den 300 Minuten Sonne eine Sonnenpause, vorsichtshalber am besten schon nach einem Drittel der ausgerechneten Zeit, so die einhellige Empfehlung der Experten.

Außerdem sollten wir bei der Wahl unseres Lichtschutzfaktors beachten, dass sich die Eigenschutzzeit unserer Haut bei Reisen in südlichere Länder und ins Gebirge verringert, weil dort eine intensivere UV-Strahlung herrscht. Hier also: Höheren Lichtschutzfaktor wählen!

Was ist eigentlich eine Allergie?

im menschlichen Körper gibt es ein Immunsystem, das uns vor Eindringlingen – wie Krankheitserregern – schützt.
Nimmt  der Körper eine fremde Substanz auf – zum Beispiel über die Haut oder beim Luftholen über die Atmung oder beim Essen über den Magen-Darm-Trakt, prüft unser Immunsystem, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt. Ist das der Fall, wird er durch eine umfangreiche Abwehrreaktion bekämpft. Bei einer Allergie ist das Immunsystem  „zu aktiv“ und stürzt sich auf Feinde, die eigentlich keine sind. Das Immunsystem kann hier nicht mehr zwischen schädlichen und unschädlichen Substanzen unterscheiden.

Dann bekämpft es so harmlose Dinge wie Lebensmittel (wie z.B. Milch, Nüsse oder Eier) oder es bekämpft die Pollen von Bäumen, Sträuchern, Kräutern und Co.  und bildet Antikörper, sogenannte IgE’s, dagegen. Machen sich dann Krankheitsbeschwerden bemerkbar – wie Niesen, Husten, tränende Augen, juckende Haut oder, oder… – spricht man von einer Allergie. Zu solchen allergischen Beschwerden kommt es meist nicht sofort beim ersten Kontakt mit 

dem Allergen, sondern erst nach einem wiederholten Kontakt. Nicht nur Pollen lösen Allergien aus. Sie können auch allergisch sein auf Parfüm oder deine Hautpflege. Manchmal auch gegen Pferde, Hunde, Wespen, Sonne oder, oder. Das alles sind mögliche Allergene, so nennt man die Auslöser von Allergien, und davon gibt es über 20.000!

Hat man eine Allergie, kann der Körper ganz unterschiedlich darauf reagieren. Und: das kann bei jedem einzelnen anders sein. Wenn die Pollen von Bäumen fliegen, muss man bei einer Pollen-Allergie vielleicht niesen oder die Augen tränen oder die Atmung verschlechtert sich. Verträgt man keine Milch, kann man Magenschmerzen, Übelkeit oder Durchfall oder aber Juckreiz an der Haut bekommen. Gegen eine Allergie hilft am besten, den Auslöser zu vermeiden. Das ist aber nicht immer einfach. Ein Beispiel: Selbst wenn bei dir zuhause oder in der Nachbarschaft kein Baum steht, auf den Sie allergisch sind, so stehen vielleicht 100 Meter oder sogar 1 Kilometer weiter solche Bäume und schon geht das Niesen weiter. Denn: Die Pollen können bei Wind über 100 Kilometer weit fliegen!

Wie erkenne ich eine Allergie?

Woher weiß man, dass die Beschwerden von einer Allergie kommen? Zuerst fragt deine Ärztin oder dein Arzt wie, wann und wo Sie ihre Beschwerden haben – nur draußen? Vor allem morgens? Nach dem Essen? Nur nach Sport und Anstrengung? Haben deine Eltern oder Geschwister auch Allergien?

Das nennt man das Erfragen der Krankengeschichte, medizinisch heißt es Anamnese. Dann folgen Allergietestungen.
Bei diesen Tests werden die Allergene (wie Birkenpollen) zum Beispiel mit einer Pipette auf die Haut (meist auf die Innenseite des Unterarms) aufgetragen und dann leicht eingeritzt. Bildet sich eine große Quaddel an dieser Stelle (wie bei einem Mückenstich), ist dies ein Zeichen, dass man auf diese Testsubstanz (hier also die Birkenpollen) allergisch reagiert. Solche Tests nennt man Pricktest.  Auch im Blut kann untersucht werden, ob Sie spezielle Antiköper (IgE’s) gebildet haben, die gegen bestimmte Allergie-Auslöser (zum Beispiel Pollen) gerichtet sind. Es gibt auch noch Allergietests, bei denen auf deinem Rücken Pflaster aufgeklebt werden, die dort etwa 48 Stunden verbleiben. Solche Tests führt man durch, wenn dein Arzt / deine Ärztin nach dem Vorgesprächen den Verdacht hat, dass Sie zum Beispiel auf Nickel in deinem Gürtel oder im Modeschmuck oder auf Parfüm in deinen Cremes mit allergischen Beschwerden, wie Hautekzemen, reagieren. Solche Pflastertests heißen „Epikutantest“ und man führt sie bei Verdacht auf eine Kontaktallergie (deine Haut reagiert am Ort des Kontakts) durch.

Ein positiver Allergietest heißt aber noch nicht, dass Sie allergisch sind!
Er zeigt nur an, ob dein Immunsystem auf einen bestimmten Stoff, zum Beispiel Birkenpollen, Antikörper gebildet hat oder nicht. Erst wenn bei oder nach dem Kontakt mit dem Allergen tatsächlich Beschwerden auftreten, z. B. Jucken im Hals, Hautausschlag, Atemnot etc., spricht man von einer Allergie. Treten keine Beschwerden auf, liegt eine „stumme Sensibilisierung“ vor. Das Immunsystem hat zwar Antikörper gebildet, die im Allergietest nachgewiesen werden können, Symptome gibt es aber nicht. Eine solche Sensibilisierung kann dauerhaft bestehen – ohne dass jemals eine Allergie daraus entsteht.

Der Wert von Zielen

Die meisten Menschen erinnern sich gerne an ihre Schulzeit. Vor allen fühlten sich die meisten Menschen nicht allein und jeder hatte relative viele Freunde und Bekannte. Doch wenn das Leben weiter vor ran schreitet, reduziert sich oft die Anzahl der Kontakte aus der Schule. Oft füllen diese Lücken dann Kollegen von der Arbeit aus. Doch warum ist das eigentlich so das man Freunde aus den Augen verliert und andere neue Freunde hinzukommen? Die Antwort ist erschreckenderweise recht simpel: die Ziele haben sich geändert. Während man in der Schule noch gemein versuchte sich durch den Lernstoff zu schlagen und die Lehrer verteufelte oder lobte verpufften diese Gemeinsamkeiten nach dem Abschluss. Jene Freundschaft, die sich nur auf die Schule bezog und keinen persönlichen Kontext hatte, stellt sich nach einer gewissen Zeit nach der Schule ein.

Man kann daraus etwas für das Geschäft und den privaten Bereich lernen: es braucht gemeinsame Ziele, um Menschen miteinander zu verbinden.

Doch wie können gute Ziele entstehen? Als allererstes muss eine Idee in Form einer Vision entstehen. Dazu eignen sich hervorragend Visonboards. Das sind Bildcollagen, die die Idee visualisieren. Als nächstes steht dann die Frage im Raum: was muss getan werden, um das Ziel zu erreichen? Also werden SMARTE Ziele definiert, um die Vision zu erreichen. SMART bedeutet: spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert. In einem Unternehmen können die Ziele auch direkt Mitarbeitern mit entsprechenden Fähigkeiten zugeordnet werden, bei Freundeskreisen den entsprechenden Freunden und in einer Beziehung de/r/m jeweiligen Partner/in.
So kommt man mit jedem erreichten Ziel der Vision ein Stückchen näher.

Zusammen erreicht man alles
Zusammen erreicht man alles

Im Geschäftlichen sollte die Mannschaft auf ein SMARTES Ziel eingeschworen werden. Hier eignet sich die Arbeitssicherheit, der Umsatz, die Kundenzufriedenheit und die Anzahl der Reklamationen hervorragend für. In diesem Sinn ist es auch wichtig, die Mannschaft darüber zu informieren, wie der Erreichungsgrad eines Zieles ist. Dies kann zum Beispiel durch übersichtliche Aushänge geschehen und auf jeder Betriebsversammlung. Es ist auch eine gute Idee mindestens ein Mal im Jahr mit seinen Mitarbeitern über die Individuellen Ziele zu sprechen, die sich aus den Unternehmenszielen ableiten, so erkennt jeder Mitarbeiter, dass er ein Teil des großen Ganzen sind.

Lebe deinen Traum

Im Privaten oder Vereinen können auch SMARTE Ziele gesetzt werden, um die Gruppe zusammen zu halten. In Vereinen sind es oft die gemeinsamen Veranstaltungen und das Planen für diese. Auch hier kann die Visonboard Methode verwendet werden. In der Gruppe muss dies allerdings gut moderiert werden, damit der einzelne nicht untergeht und sich nicht mehr mit dem gesamtziel identifiziert.

In einer Partnerschaft ist ein gemeinsames Visonboard auch sehr nützlich, um herauszufinden wo jeder hinwill und wer welche Aufgaben übernehmen kann, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Übrigens sind kleine Ziele zwischen den großen Zielen etwas Großartiges, um die Beziehung lebendig zu halten.

Ziele sind also weit aus mehr als ihnen zugetraut wird. Sie verbinden Menschen und geben dem Leben eine Richtung. Im Geschäft sorgen sie für gesundes Wachstum und Entwicklung.

Strategien zur Stressverarbeitung

Stressverarbeitungsstrategien sind psychische Vorgänge, die bei Stress ablaufen. Sie haben das Ziel, den Stresszustand zu beenden oder zumindest zu verringern. So kann man zwischen „positiver“ und „negativer“ Stressverarbeitung unterscheiden. Eine positive Stressverarbeitung verläuft zielführend und lösungsorientiert.

Das ist dann der Fall, wenn z.B. aktiv gehandelt wird, um eine Situation zu verändern oder sie zu beeinflussen (wie etwa durch Kommunikation). Oder auch, wenn man eine andere – positive – Einstellung einnimmt. Negative Verarbeitungsmechanismen hingegen führen etwa zu ständigem Grübeln oder Rückzug und mitunter zu einem Burnout oder einer Suchterkrankung. Wie jemand Stress bewältigt, ist von entscheidender Bedeutung. Nach dem Psychologen Matthias Burisch gibt es vier Arten der Stressbewältigung, die nachfolgend angeführt sind.

Arten der Stressbewältigung

Stress

Direkt aktiv: die Stresssituation verändern, bestimmte Stressfaktoren beeinflussen, eine positive Einstellung übernehmen.

Direkt inaktiv: die stresshaften Elemente der Situation ignorieren, diese vermeiden oder die Situation verlassen.

Indirekt aktiv: über den Stress sprechen, sich selbst verändern oder andere Tätigkeiten aufnehmen.

Indirekt inaktiv: Alkoholkonsum, Medikamentenmissbrauch etc., Krankwerden oder Zusammenbrechen.

Ressourcen als Stressdämpfer

Unter Ressourcen versteht man die Gesamtheit aller gesundheitsförderlichen bzw. schützenden persönlichen und sozialen, aber auch körperlichen und psychischen Reserven. Dazu zählen auch jene Fähigkeiten und Grundhaltungen, die die Bewältigung von Belastungen erleichtern. Ressourcen können gut als Stressdämpfer wirken. Beispiele dafür sind Humor, Selbstvertrauen oder sozialer Zusammenhalt.

Mastery – Herausforderungen meistern

„Mastery“ kommt aus dem Englischen und heißt: etwas beherrschen/etwas meistern. Wir reagieren auf alle beherrschbaren Reize etwas zu viel (bewusst provozierte Reize wie sie auch im Training oder in der Rehabilitation eingesetzt werden und bereiten uns dadurch auf zukünftige Belastungen vor. Beherrschbarer Stress ist also eine Investition in die Zukunft und Mastery-Tätigkeiten eignen sich als „Training“ dafür.

Freizeitaktivitäten, die Herausforderungen darstellen, werden Mastery-Aktivitäten genannt. Diese Aktivitäten bieten auch neue Lernmöglichkeiten wie etwa ein Sprachkurs, ehrenamtliche Tätigkeit oder das Erlernen eines neuen Hobbys. Mastery-Aktivitäten helfen, Selbstvertrauen und Kompetenzen aufzubauen sowie Ressourcen zu mobilisieren. Auch wenn sie manchmal als etwas anstrengend empfunden werden, können sie auf ihre Art zu Erholung führen.

Zeit- und Stressorenmanagement

Viele Stressoren, wie eine plötzliche schwere Krankheit oder der Tod eines geliebten Menschen, können weder vermieden noch beeinflusst werden. Dennoch gibt es hilfreiche Möglichkeiten, mit schwierigen Situationen umzugehen. Beim Alltagsstress stellt sich die Frage nach dem persönlichen Zeitmanagement. Wo liegen derzeit wirklich wichtige Prioritäten? Bauen Sie zeitliche Pufferzonen ein – also unverplante Zeiten. Ein Kalender oder ein Tagebuch können helfen, Klarheit über die wirklich wichtigen Dinge zu gewinnen und eine passende Struktur für das eigene Leben zu finden. Regelmässige, auch kurze Rastpausen geben dem Tagesablauf einen Raster – er wird beherrschbarer.

Von Zeit zu Zeit ist es auch sinnvoll, die aktuelle persönliche Situation zu überdenken. Beispiele für Fragen, die dabei helfen können können etwa sein:

  • Bin ich dort wo ich sein will?
  • Wenn nicht, warum, und was müsste ich tun, um dorthin zu kommen?
  • Wo sehe ich mich längerfristig?
  • Welche Aufgaben kann ich delegieren?
  • Wo und wie kann ich um Hilfe bitten?
  • Muss ich wirklich immer erreichbar sein?

Diese und andere Fragen können helfen, das eigene Leben zu reflektieren. Sie können jedoch auch Unsicherheit erzeugen. Wenn Sie Unterstützung oder Hilfe suchen, finden Sie unter  Services kompetente Anlaufstellen wie etwa Psychologinnen/Psychologen.

Glaubenssätze stärken den Rücken

Glaubenssätze stammen aus der modernen Psychologie. Man spricht von einem Glaubenssatz, wenn es um eine tief verankerte Überzeugung eines Menschen geht. Beispiele wären „Ich bin ungeschickt“ oder „Ich bin ein Optimist“. Glaubenssätze können die innere Bewertung von stressenden Faktoren beeinflussen – also verstärken oder abschwächen. Bei der Verwendung von Glaubenssätzen geht es nicht um unrealistisches, rein positives Denken, sondern darum, Stressverursacher zu entwaffnen und sich selbst den Rücken zu stärken.

Damit dies gelingt, ist es wichtig, seine eigenen Glaubenssätze zu kennen. Dann kann man versuchen, diese nach und nach zu Überzeugungen zu verändern, die den Einfluss von Stressoren mildern können und gleichzeitig Kraft geben. Um eigene Glaubenssätze zu verankern, stellen Sie sich diese immer wieder bildlich im Zustand der Entspannung vor. So kann ein neuer Glaubenssatz für Sie ein Anker in „stürmischen“ Zeiten sein bzw. Ihnen einfach Tag für Tag Unterstützung oder Motivation bieten.

Wie schützen Impfungen?

Das Prinzip einer Impfung

Bei einer Impfung werden dem Körper abgeschwächte bzw. abgetötete Erreger oder auch nur Bestandteile von Krankheitserregern verabreicht. Unserem Immunsystem wird so eine Infektion vorgetäuscht und es reagiert mit der Bildung von Antikörpern. Bei einem erneuten Kontakt mit dem „echten“ Krankheitserreger können die Antikörper sofort reagieren und die Erkrankung wird schon im Vorfeld verhindert. Eine Impfung bietet also die Möglichkeit, das Immunsystem an einem ungefährlichen Gegner zu trainieren.

Die Arten der Immunisierung

Um den menschlichen Organismus gegenüber krankmachenden Erregern zu schützen, stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung.

Aktive Immunisierung

Der Körper kann durch die Erkrankung selbst oder durch eine Impfung immunisiert werden. Ziel der aktiven Immunisierung  ist es, den Organismus vor den Folgen einer Infektion langfristig zu schützen. Dazu verabreicht die Ärztin/der Arzt abgetötete oder abgeschwächte Krankheitserreger, die selbst keine ernsthafte Erkrankung mehr verursachen können. Dem Körper wird so eine Infektion vorgetäuscht und er wird angeregt, selbst Antikörper (und so genannte Gedächtniszellen) zu bilden. Wenn man sich zu einem späteren Zeitpunkt mit dem echten Erreger ansteckt, können diese schnell aktiv werden und die Erkrankung abwehren. Der Impfschutz bildet sich meist nach einigen Wochen aus und bleibt über mehrere Jahre bestehen. Bei manchen Infektionserkrankungen wirkt der einmal aufgebaute Impfschutz ein Leben lang (z.B. Masern, Mumps).

Passive Immunisierung

Um eine Infektion zu verhindern oder abzuschwächen, werden dem Organismus bereits fertige Antikörper (Immunglobuline) zugeführt. Die verabreichten Antikörper sind sofort wirksam und können den Krankheitserreger oder dessen Giftstoffe in kürzester Zeit unschädlich machen. Allerdings werden sie vom Körper abgebaut, sodass der Schutz nach einer passiven Immunisierung nur wenige Wochen bis maximal drei Monate andauert. Durch die passive Immunisierung kann der Ausbruch einer Infektionserkrankung verhindert werden, nachdem man sich mit einem Krankheitserreger angesteckt hat. Die fertigen Antikörper werden aus der Blutflüssigkeit (Serum) geimpfter Menschen (in seltenen Fällen auch von Tieren) gewonnen oder gentechnologisch hergestellt.

Simultanimmunisierung

Bei der Simultanimmunisierung wird die Patientin/der Patient gleichzeitig aktiv und passiv immunisiert. Damit nützt man die Vorteile beider Maßnahmen. Einerseits tritt durch die passive Immunisierung ein sofortiger Schutz ein. Gleichzeitig wird durch die aktive Immunisierung eine lang anhaltende Immunität erreicht. Die fertigen Antikörper, die der Patientin/dem Patienten verabreicht wurden, schützen bis zur Bildung eigener Antikörper. Die Simultanimmunisierung wird notwendig, wenn sich Personen mit einem Krankheitserreger angesteckt haben, die Impfung schon lange zurückliegt und nicht sicher ist, ob die/der Betroffene gegen diesen Erreger noch geschützt ist.

Eine Simultanimmunisierung wird beispielsweise durchgeführt:

  • als Tetanusprophylaxe (bei Verletzten ohne aktiven Impfschutz) oder
  • als Tollwutprophylaxe (nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier).
  • Aufklärungspflicht bei Schutzimpfungen

Impfen ist eine freiwillige Entscheidung. Es gibt keine Impfpflicht. Die Entscheidung, ob jemand geimpft werden möchte oder nicht, liegt bei jedem Selbst. Um eine Entscheidungsfindung für oder gegen eine Impfung erlangen zu können, bedarf es Information und Aufklärung durch die Ärztin/den Arzt.

Vor der Durchführung einer Impfung gibt es daher die Pflicht, den Impfling (bei Personen unter 14 Jahren auch einen Elternteil bzw. die Person, die mit der Pflege und Erziehung betraut ist) über die zu verhütende Krankheit und die Impfung aufzuklären, damit sie eine Zustimmung zur Impfung erteilen können. Die Aufklärung sollte umfassen:

  • Informationen über die zu verhütende Krankheit
  • allfällige Behandlungsmöglichkeiten der Infektionskrankheit
  • Nutzen der Schutzimpfung für den Einzelnen und die Allgemeinheit
  • Informationen über den Impfstoff (z.B. Lebend – oder Todimpfstoff)
  • mögliche Nebenwirkungen und/oder Komplikationen
  • Kontraindikationen
  • Angaben über Beginn und Dauer des Impfschutzes sowie über das Impfschema
  • Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen
  • Verhalten nach der Impfung

Psychosoziale Gesundheit: Was ist das?

Seele und Psyche werden im deutschen Sprachgebrauch meist gleichbedeutend verwendet. Seelische bzw. psychische Gesundheit wird auch als mentale Gesundheit bezeichnet. Nach dem heute gängigen biopsychosozialen Modell wird die psychische Gesundheit durch ein komplexes System biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren bedingt.

Die WHO definiert psychosoziale Gesundheit als „Zustand des Wohlbefindens, in dem ein Mensch seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen sowie produktiv arbeiten kann und im Stande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen.“ Psychosoziale Gesundheit wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Sie zeigt sich unter anderem darin, dass man Anforderungen bewältigen und Ressourcen gut nützen kann. Nähere Informationen finden Sie unter Einflussfaktoren auf die Psyche.

Tabuthema Psyche

Die Psyche ist nach wie vor ein gewisses Tabu-Thema. Es gibt so manche Hemmschwellen, über seelische Verletzungen und Beschwerden zu sprechen oder bei diesen Hilfe zu suchen. Psychische Störungen sind zum Teil auch auf körperliche Ursachen zurückzuführen, weil ihnen z.B. ein Ungleichgewicht von Botenstoffen oder ein genetisches Merkmal zugrunde liegen kann. Es ist jedoch für viele Menschen oft schwerer zuzugeben, etwa in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung zu sein, als beispielsweise wegen eines Magenleidens zur Ärztin/zum Arzt zu gehen.

Was bedeutet Stigmatisierung?

Im Zusammenhang mit dem Thema Psyche & Tabu fällt auch oft der Ausdruck „Stigma“ oder „Stigmatisierung“. Doch was bedeutet das? In der Medizin wird unter Stigmatisierung ein Zuschreiben stark negativer Eigenschaften zu einer Krankheit bezeichnet.

Stigmatisierung kommt bei körperlichen und seelischen Erkrankungen vor und kann umfangreiche negative Auswirkungen auf Betroffene haben. Sie erschwert das Sprechen über Beschwerden. Dies wiederum führt zu einer späteren Behandlung – die Symptome verschlimmern sich meist einstweilen, können mitunter lebensbedrohlich werden und nachhaltige Folgen nach sich ziehen. Diskriminierende „Sprüche“ wie „Die/der ist spinnt.“ tun ihr Übriges. Nicht nur Betroffene, sondern auch ihre Angehörigen haben dadurch das Gefühl, dass sie mit der Situation alleine sind. Dies führt zu Isolation, die alles nur noch schlimmer macht.

„Darüber reden wir“

Es gibt immer wieder Initiativen, die es sich zur Aufgabe machen, der Psyche das Tabu zu nehmen. Eine ist „Darüber reden wir“. Diese wurde von den Psychosozialen Diensten Wien ins Leben gerufen und hat sich das Ziel gesetzt, über psychische Erkrankungen zu reden – ohne Tabus und Vorurteile. Denn jeder Mensch kann einmal betroffen sein oder jemanden mit psychischen Beschwerden in ihrem/seinem Umfeld kennen. Nähere Informationen (unter anderem auch zu Mythen zum Thema Psyche) finden Sie auf der Website der Initiative.

Was kann jede/jeder tun?

Um Psyche aus der „Tabu-Ecke“ zu holen und Menschen mit Sorgen zu unterstützen, kann jede/jeder beitragen. Zum Beispiel durch:

Gut zuhören und nachfragen: Jemandem wirklich Aufmerksamkeit schenken und Verständnis zeigen. Und sich eher mit gut gemeinten Ratschlägen zurückhalten.

Probleme wahrnehmen: Oft werden Probleme schön- oder weggeredet. Dann kann es sein, dass das Gegenüber dadurch das Gefühl bekommt, nicht darüber reden zu können oder nicht ernst genommen zu werden.

Akzeptanz: Es ist auch in Ordnung, dass es einem einmal nicht so gut geht und man Hilfe sucht.

Hilfe anbieten: Zum Beispiel das Angebot zu reden, wenn man möchte. Einfach für den anderen da zu sein. Und ggf. auch dabei unterstützen, professionelle Hilfe aufzusuchen.

„Darüber reden“: Wenn man mehr über die Psyche spricht, wird sie zu einem selbstverständlicheren Gesprächsthema.

Nähere Informationen was Sie tun können und wo Sie Hilfe erhalten, finden Sie unter Erste Hilfe leisten bei psychosozialen Krisen.

Psyche & Gehirn

Ob Denken oder Fühlen – das Gehirn ist die „Zentrale“, die Sinneseindrücke verarbeitet, Ideen hervorbringt oder Erinnerungen in sich trägt. Das Hirn gehört gemeinsam mit dem Rückenmark zum sogenannten Zentralnervensystem. Milliarden von Nervenzellen stehen im Gehirn untereinander in Verbindung und erzeugen Gedanken und Gefühle. Diese sind von Mensch zu Mensch individuell. Wichtig ist auch, dass sich unser Gehirn über das ganze Leben hinweg entwickeln und neue Verknüpfungen aufbauen kann – man nennt dies „Neuroplastizität“.

Wie kommunizieren Nervenzellen miteinander?

Die Nervenzellen des Gehirns „kommunizieren“ miteinander über elektrische Impulse. Sogenannte Neurotransmitter (Botenstoffe) übersetzen diese Impulse. Zu den Neurotransmittern zählen beispielsweise Noradrenalin, Dopamin oder Serotonin. Nähere Informationen finden Sie unter Neurotransmitter – Botenstoffe im Gehirn.

Wie funktioniert Denken?

Das Gehirn vollbringt viele Meisterwerke – Denken ist eines davon. Beim Denken unterscheiden, interpretieren und ordnen wir Informationen. Somit können Erinnerungen, Vorstellung sowie Wahrnehmung im Kontext betrachtet und neue Zusammenhänge erkannt werden – Erkenntnis wird möglich.

Welche Rolle spielen Gefühle?

Freude, Angst, Wut oder Liebe – Emotionen gehören zum täglichen Leben. Gefühle entstehen im Gehirn mithilfe des emotionalen Systems. Zu diesem zählen der orbitofrontale Kortex (stirnseitiger Teil der Hirnrinde), die Amygdala (Mandelkern), Basalganglien (Stammganglien), Insula (Inselrinde) und mehrere unspezifische Hirnregionen.

Menschen können sich in andere hineinversetzen. Wissenschaftlich ausgedrückt heißt das „Theory of Mind“. Diese steht für die Kompetenz, sich das Wissen, die Gedanken oder Gefühle eines anderen mental vorzustellen.

Auch beim Treffen von Entscheidungen spielen Gefühle eine große Rolle – sie sind uns dabei aber nicht im Weg, sondern unterstützen den Entscheidungsprozess maßgeblich. Eigene Absichten und Wahrnehmungen beeinflussen die Empfindung von Gefühlen – gewisse Situationen werden aufgrund von Erfahrungen oder Eindrücken gedeutet. Nähere Informationen finden Sie unter Die Welt der Emotionen und Tipps zum Umgang mit Gefühlen.

Persönlichkeit – eine lebenslange Entwicklung

Die Persönlichkeit eines Menschen ist als Gesamtheit der psychischen Eigenschaften zu verstehen, die das individuelle Verhalten, Erleben und Denken bestimmt. Sie entwickelt sich über die gesamte Lebensspanne unter Einfluss der umgebenden Umwelt und Ereignisse. In den ersten Lebensjahren spielt sich die Persönlichkeitsentwicklung in Riesenschritten ab.

Jeder Persönlichkeit können bestimmte Merkmale zugeordnet werden. Diese Eigenschaften sind weitgehend stabil wie z.B. Verhaltensweisen, Temperament oder Einstellungen. Die Persönlichkeitspsychologie beschäftigt sich mit der Erforschung des Mythos Persönlichkeit und hat Modelle und Tests entwickelt, mit denen Erklärungen und Diagnostik möglich sind. Ist das Verhalten oder Erleben andauernd und tiefgreifend gestört, kann eine Persönlichkeitsstörung dahinter stecken.

Was kann ich für meine Psyche tun?

Auch im Bereich der psychischen Gesundheit spielen Gesundheitsförderung und vorbeugende Maßnahmen eine wichtige Rolle, um gesund zu bleiben. Als einzelne Person kann man jedoch nur bedingt darauf Einfluss nehmen, ob man psychisch gesund bleibt oder nicht. Man ist also nicht „schuld“, wenn man ein psychisches Problem entwickelt. Neben persönlichen Lebensumständen sowie genetischer Veranlagung üben auch soziale, kulturelle, wirtschaftliche und Umweltfaktoren Einfluss darauf aus.

Kenngrößen für seelische Balance sind etwa:

  • Lebensqualität,
  • Lebenszufriedenheit,
  • Selbstvertrauen,
  • die Möglichkeit, das eigene Potenzial zu nutzen,
  • Perspektiven im Leben zu haben bzw. entwickeln zu können etc.

Erfassung von Berufskrankheiten und verlorene Arbeitszeit durch Arbeitsunfälle

wir empfehlen unseren Kunden, Ausfallzeiten zu erfassen, die durch Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle zustande gekommen sind. Mit dieser Aufzeichnung, wird es möglich die verlorene Zeit in Geld umzurechnen, um ein Gefühl dafür zu bekommen wie teuer der Mitarbeiterausfall im letzten Kalenderjahr war. Hierbei müssen alle Fehltage aller Mitarbeiter aufgezeichnet werden. Am Ende des Jahres, werden alle Tage zusammen addiert und mit dem Bruttodurchschnittslohn multipliziert und dies wiederum mit dem allgemeinen Personalkostenfaktor von 1,6 multipliziert.

Hier eine kleine Beispiel Rechnung:

auch Verbandsbuch Eintragungen können wichtige Hinweise geben wo Verletzungen abzustellen sind. Es empfiehlt sich die Verletzungen nach Körperregion einzuteilen wie im folgenden Beispiel:

Mutterschutz

Nach dem neuen Mutterschutzgesetz sollten für alle Arbeitsplätze Gefährdungsbeurteilungen für Mutterschutz erstellt werden. Gleichartige Arbeitsplätze können zusammengefasst werden.

Als Beispiel:
Büroarbeitsplatz
Für den Fall, dass Sie mehrere Büroarbeitsplätze haben, können Sie diese in einer Gefährdungsbeurteilung zusammenfassen.

Werkstatt
Wenn Sie mehrere Arbeitsplätze mit Hebebühnen haben, dürfen Sie auch diese Zusammenfassen.

Bei einer gemeldeten Schwangerschaft muss eine Gefährdungsbeurteilung mit der Mitarbeiterin durchgeführt werden. Ergibt sich aufgrund der Gefährdungsbeurteilung ein Gesundheitsrisiko für die werdende Mutter, muss diese freigestellt werden. Die Freistellung kann auch teilweise geschehen, dies ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Außerdem ist zu prüfen, ob die Arbeitnehmerin auf einen anderen Arbeitsplatz eingesetzt werden kann.

Ablauf nach Meldung einer Schwangerschaft:

Als ersten Schritt sollte der Arbeitgeber eine Meldung an die Bezirksregierung machen.

Als zweiten Schritt sollte der Arbeitgeber die Gefährdungsbeurteilung Mutterschutz mit der schwangeren Mitarbeiterin durchgehen. Das Formular können Sie sich unten herunterladen.

Dann ist zu überlegen, ob die Mitarbeiterin weiter in Ihrem Tätigkeitsfeld arbeiten kann oder ob es einen angemessenerer Arbeitsplatz gibt oder die Mitarbeiterin ggf. ganz freigestellt wird.

Im Falle einer Freistellung, welche auf der Gefährdungsbeurteilung fixiert wird, muss das Dokument an die zuständige Krankenkasse geschickt werden. Der Arbeitgeber unterschreibt die Gefährdungsbeurteilung.

Als Service stellen wir Ihnen hier gerne eine Vorlage zur Verfügung

Corona Update

Selbsttests

Seit heute, dem 26.04.2021 müssen Arbeitergeber ihren Beschäftigten, die nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten zwei Tests anbieten. Hierbei spielt es keine Rolle ob es ein Selbsttest, ein PCR Test oder Rachentest ist. Sie müssen die Beschaffung dokumentieren. Wenn Sie für ihren Betrieb noch Selbsttests benötigen setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung.

Impfungen

Derzeit können werden wir als Arbeitsmedizinischer Dienst noch nicht bei der Verteilung für den Impfstoff berücksichtigt. Unserer Kenntnis nach, werden die Betriebsärzte ab Anfang Juni berücksichtigt. Wir werden zu hier auf unsere Kunden zugehen, es ist derzeit nicht nötig Anfragen zu stellen.

Frohe Weihnachten

Liebe Kunden,
Liebe Patienten,
Liebe Freunde,

das Team der Arbeitsmedizin Blache bedankt sich für ein großartiges Jahr und wünscht Ihnen sowie Ihren Lieben ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Bleiben Sie gesund!

Ihr Team der Arbeitsmedizin Blache

Warum genügend Schlaf so wichtig ist

Wir alle verfügen über eine innere Uhr. Intuitiv wissen wir, wann wir schlafen gehen sollten, genauso wie wir erwachen, wenn wir genug geruht haben. Dies ist eine faszinierende Fähigkeit des menschlichen Körpers. Doch warum besitzen wir diese eigentlich und warum sollten wir ihre Hinweise nicht ignorieren?

In diesem Artikel möchte ich Ihnen das Thema Schlaf etwas näher bringen. Um nachvollziehen zu können, warum wir im Schnitt 7-8 Stunden Schlaf pro Nacht brauchen, ist es zunächst notwendig, dass Sie wissen, wie sich der Schlaf „aufbaut“.

Nach dem Einschlafen durchlaufen wir jede Nacht mehrmals die immer gleiche Abfolge verschiedener Phasen. Ein kompletter Zyklus dauert im Schnitt etwa 90 min.

Körperliche und mentale Regeneration

In der ersten Hälfte der Nacht steht v.a. die physische, also die körperliche Erholung im Fokus. Unsere Körperfunktionen werden heruntergefahren, der Muskeltonus, sowie der Blutdruck und die Herzfrequenz sinken, wir atmen langsamer und auch unsere Körpertemperatur nimmt leicht ab. Wir befinden uns in einem tiefen Schlaf. Sämtliche am Vortag geforderten Strukturen regenerieren sich jetzt. Haben wir z.B. ein (anstrengendes) Training absolviert, dann finden genau in dieser Schlafphase die Anpassungsprozesse statt: der Trainingsreiz macht uns stärker und widerstandsfähiger.

In der zweiten Nachthälfte steht verstärkt die psychische, also die mentale Regeneration, im Vordergrund. Dies erklärt auch, warum wir in den frühen Morgenstunden häufig sehr intensiv träumen: unser Geist erholt sich und verarbeitet die Erlebnisse des Vortages. Wir schlafen zwar immer noch, jedoch nicht mehr so tief und fest wie zu Beginn der Nacht.

Schlafmangel macht krank

Warum ist es nun so wichtig, dass wir ausreichend schlafen? Wie bereits beschrieben, erfüllt der Schlaf eine ganze Reihe von Aufgaben. Er sorgt dafür, dass wir langfristig gesund und fit bleiben und uns an die Erfordernisse des Tages adäquat anpassen. Wenn wir nicht genug Schlaf bekommen, wird sowohl unser Denkvermögen, als auch unsere Reaktionsfähigkeit eingeschränkt. Wir sind leicht reizbar, emotional nicht mehr so stabil und werden trotz regelmäßigem Training nicht stärker, sondern schwächer. Auch werden wir schneller krank, da unser Immunsystem durch den Schlafmangel nicht mehr so gut funktioniert. Desweiteren gerät unser Hormonhaushalt durcheinander.

All dies kann enorm negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit, ja auf unser Leben, haben. Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck sind hier genauso zu nennen, wie die Gefahr eine Depression zu entwickeln. Außerdem steigt das Risiko, einen Herzinfarkt und/oder einen Schlaganfall zu erleiden. Durch die große Müdigkeit steigt auch die Unfallgefahr, wenn wir z.B. autofahren.

Ihnen kommen all diese Krankheiten bekannt vor? Richtig, wir nennen diese häufig „Zivilisationskrankheiten“. Ausgelöst durch Stress, einen ungesunden Lebensstil und eben auch Schlafmangel.

Zu wenig Schlaf kann also eine ganze Reihe an negativen Folgen haben und langfristig nicht nur schlapp sondern auch ernsthaft krank machen. Dass sich der Körper in solch einem „Alarm-Zustand“ auch nicht mehr positiv an die täglichen Anforderungen anpassen kann, liegt quasi auf der Hand. Im Gegenteil: es schwächt Körper und Geist nur noch mehr.

Aus diesem Grunde rate ich Ihnen dazu, ausreichend zu schlafen (7-8 Std täglich). Haben Sie einen anstrengenden Tag erlebt, wurden Sie körperlich und/oder emotional gefordert und haben Sie vielleicht auch noch ein hartes Training absolviert: dann braucht Ihr Körper tendenziell noch etwas mehr Schlaf.

Das Immunsystem stärken

mit der Stärkung von Immunsystem und Abwehrkräften sollte man rechtzeitig beginnen, um gesund und fit durch das Jahr zu kommen. Denn je früher wir uns um unser Immunsystem kümmern, desto geringer ist das Risiko, uns einen Schnupfen, eine Erkältung, ein grippaler Infekt oder ein Virus zu holen. Wie stark oder anfällig unser Immunsystem gegenüber Krankheiten und Infektionen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem

  • Flüssigkeitsmangel
  • Nährstoffmangel
  • Bewegungsmangel und sportliche Überlastung
  • Dauerstress
  • zu wenig Schlaf
  • Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • trockene Luft

Mit zehn einfachen Tipps zu gestärkten Abwehrkräften

Immunsystem stärken durch Stressabbau

Dauerstress schwächt die Abwehrkräfte und führt dazu, dass die Anfälligkeit für Infekte steigt daher sollte besonders im Stresssituationen darauf geachtet werden, dass Immunsystem mithilfe von Entspannungsübungen wie Meditation, Yoga oder autogenen Training zu stärken. Um Stress abzubauen, ist es wichtig, die eigenen Prioritäten zu kennen und sich längere Ruhephasen von mindestens 2 Stunden zu können.

Abwehrkräfte stärken durch regelmäßige Bewegung

regelmäßige Bewegung bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern erhöht die stressresistent und stärkt die Abwehr. Ein moderates Bewegungstraining von 30-45 Minuten pro Tag an der frischen Luft und bei einer Herzfrequenz von 180 Schlägen pro Minute minus Lebensalter (Faustformel für optimalen Trainingspuls) reicht bereits aus. Doch Vorsicht: zu viel Sport kann schnell in negativen Stress ausarten und das Immunsystem vorübergehend schwächen.

Sonnenstrahlen und Vitamin D sind gut für das Immunsystem

über ausreichend Sonnenlicht freut sich besonders unser Immunsystem. Sonnenstrahlen sorgen dafür, dass unser Körper Vitamin D produziert, welches bei der Stärkung des Immunsystems wichtige Funktion übernehmen. In den kalten und Sommer Armen Monaten von Oktober bis März ist die Strahlungsintensität der Sonne jedoch zu schwach für die körpereigene Vitamin D Bildung der Haut. Und gerade in dieser Zeit benötigt der Körper besonders starke Abwehrkräfte um gegen Infekte anzukämpfen.

Natürliche Stärkung des Immunsystems durch ausreichend Schlaf

„schlaf dich gesund“-dieser Spruch ist bekannt. Aber wussten Sie auch, dass die körpereigenen Abwehrkräfte im engen Zusammenhang mit der Dauer und Qualität des Schlafens stehen? Während man schläft, steigt nämlich die Anzahl der natürlichen Immunzellen, die unser Körper für die Abwehr von Bakterien und Viren benötigt. Somit kann man durch einen erholsamen Schlaf mit einer durchschnittlichen Schlafdauer von 7-8 Stunden das Immunsystem stärken.

Immunsystem stärken durch geeignete Lebensmittel

eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ideal, um das Immunsystem zu stärken. Sie liefert essenzielle Nährstoffe für das Immunsystem und unterstützt die Abwehrkräfte.

  • Viel Obst und Gemüse essen, weil dies wichtige Vitamine für das Immunsystem wie Vitamin A, Vitamin C, Vitamin B6 und Folsäure enthält sowie eine ganze Menge an pflanzlichen Sekundärstoffen.
  • Regelmäßig Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fleisch, Fisch sowie Milch und Milchprodukte essen, denn sie sind gute Lieferanten für Vitamin D, Vitamin B zwölf, Eisen, Kupfer, Selen und Zink.
  • Frische Zutaten bevorzugen, da durch Lagerung und Verarbeitung wichtige Nährstoffe verloren gehen können.

Mithilfe von Nahrungsergänzungsmittel das Immunsystem stärken

ein Lehrstoffmangel kann auftreten, wenn der Körper aufgrund eines erhöhten Nährstoffbedarfes oder einer einseitigen, ungesunden Ernährung nicht ausreichend mit essenziellen Nährstoffen versorgt wird. Insbesondere für Personen, die wenig Obst und Gemüse essen, kann es sinnvoll sein durch Nahrungsergänzungsmittel das Immunsystem gezielt zu stärken. Multivitamintabletten können eine praktische Ergänzung zur täglichen Ernährung sein. Vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel sollte man sich in jedem Fall von einem Arzt untersuchen und beraten lassen.

Immunsystem aufbauen mit der richtigen Hygiene

mit den richtigen Hygienemaßnahmen kann sich jeder vor Krankheiten schützen dabei sollte besonders auf die Sauberkeit der Hände geachtet werden. Diese sollten mehrmals täglich für mindestens 3 Sekunden mit Seife gewaschen und einschließend gründlich abgetrocknet werden. Damit die Hände nicht austrocknen sollten Sie mit einer Creme gepflegt werden.

Durch regelmäßiges Lüften die Abwehrkräfte stärken

damit ihre Schleimhäute in Nase und Rachen durch eine geringe Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen-vor allen in Großraumbüros und im Winter-nicht austrocknen, sollte mindestens dreimal am Tag für jeweils 10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster gut durchgelüftet werden.

Immunsystem stärken durch eingeschränkten Genuss von Alkohol und Rauchen

Mediziner und Gesundheitsbeauftragte betonen nicht umsonst, dass Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum den Körperschaden und die Abwehrkräfte schwächen. Wer ein starkes Immunsystem aufbauen möchte sollte daher komplett auf Rauchen verzichten und Alkohol nur in Maßen genießen.

Innerlich zur Ruhe kommen

Dauer Nervosität hat ihre Ursache meist in Stress und Leistungsdruck und der Reizüberflutung durch die digitalen Gerätezauber. Was hilft? Handy abschalten, in der Natur stiller suchen und auf die Kraft pflanzlicher Wirkstoffe vertrauen.

Es gibt ungewöhnliche Momente im Leben, bei denen man das Herzklopfen und die eigene Unruhe deutlich spürt. Will die innere Unruhe aber nicht mehr weg gehen, geht das zulasten von Gesundheit und Lebensqualität.

Folge unseres Lebensstiels?

Wissenschaftler erklären diesen Zustand mit Stress und Leistungsdruck in Beruf und Privatleben und immer stärker auch mit der permanenten Reizüberflutung durch elektronische Geräte und Medien. Als begünstigte Faktoren gelten aber auch Bewegungsmangel oder ein übermäßiger Konsum von Alkohol, Kaffee und Nikotin. Die Folgen unseres Turbo-Lebens können sich körperlich wie auch selig äußern. Häufige Folgen sind Konzentrations- und Schlafstörungen, Ängste, Schwitzen, Verspannungen und Zähneknirschen. Die Ruhepausen selbst können nicht mehr als erholsam erlebt werden. Im ICD 10 Katalog der WHO, dem internationalen Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen, sind Nervosität und Ruhe sowie Erregung als eigene Krankheitsbilder anerkannt.

Selbst aktiv werden, um zu ruhen

innere Unruhe bedeutet vor allem eins: ständige Anspannung und Rastlosigkeit, heißt es in einem Fachportal für Betroffene. Schaut man auf die Liste der Auslöser von innerer Unruhe, wird klar: wer zur Ruhe kommen will, muss selbst aktiv werden. Wichtig sind Bewegung, Stressbewältigung sowie entspannende Rituale. Zögern Sie nicht, handeln sie noch heute und schalten am Abend das Mobiltelefon für ein paar Stunden ab-gönnen Sie sich den Luxus unerreichbar zu sein. Fernseher oder PC sollten Sie erst gar nicht einschalten. Nehmen Sie stattdessen ein Entspannungsbad mit ein paar Tropfen ätherischen Öl im Badewasser. Eine gute Wahl ist hier Melisse. Oder setzen Sie sich ein einen bequemen Sessel, trinken sie einen Tee und hören Sie Ihre Lieblingsmusik von früher.

Abtauchen ins Grüne

die Natur wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus: der Herzschlag verlangsamt sich unter Stress verfliegt. Lauschen Sie dem Vogelgezwitscher, dem Rauschen der Blätter im Wald oder genießen Sie die Stille bei der Waldmeditation. Auch Bewegung in der Natur hilft, Stress abzubauen, etwa Spaziergänge, Wanderungen, Radtouren. Um körperlicher und seelischer Balance zurückzufinden, helfen auch Autogenes Training, Yoga oder die progressive Muskelrelaxation und auch Entspannungsmassagen sowie Saunabesuche. Die Hypnosetherapie gilt als eine Möglichkeit, sich in eine tiefe Trance zu versetzen, um sich von Angst machenden Situationen oder Fantasien bewusst zu verabschieden.

Wirkstoffe aus der Natur

als Klassiker unter den natürlichen Präparaten gegen innere Unruhe gilt der echte Baldrian. Der sekundäre Pflanzenstoff Linarin wirkt beruhigend. Arznei-Baldrian aus der Wurzel gibt es als Trockenextrakt in Tablettenform und flüssig als Tinktur. In vielen Fertigarzneimitteln wird Baldrian mit anderen Heilpflanzen wie Hopfen, Melisse, Passionsblume, Frauenmantel oder Wachholderbeere kombiniert.

Ab wann zum Arzt?

Manche Menschen leiden an Dauer Nervosität auch ohne erkennbare äußere Ursachen. Dann ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren, denn innere Unruhe kann auch ein Indiz für bestimmte Krankheiten oder Veränderungen im Körper sein, zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion, psychische Erkrankung wie Depression oder Aufmerksamkeitsdefiziten Störung -oder, bei Frauen, für die Hormonumstellung in den Wechseljahren.

Vitamin D

das Vitamin D ist der Oberbegriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die Calciferole. Zu den wichtigsten Formen gehören Vitamin D2 und Vitamin D3.

Vitamin D ist durch Förderung von Aufnahme des Calcium und Phosphat aus dem Darm beteiligt und begünstigt deren Einbau in die Knochen. Damit nimmt es eine Schlüsselrolle in der Knochen Mineralisierung ein. Außerdem ist Vitamin D an weiteren Stoffwechselvorgängen, bei der Bildung von Proteinen, bzw. der Steuerung einer Vielzahl von Genen beteiligt. In den letzten Jahren kam die Vermutung auf, dass Zusammenhänge zwischen der Vitamin D – Versorgung und chronischen Krankheiten bestehen könnte. Hier könnte das Vitamin D neue Präventionsmöglichkeiten bieten. Erste Zusammenhänge als Präventionsmöglichkeit konnten im Hinblick auf Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ zwei sowie kardiovaskulären und Krebskrankheiten in Beobachtungsstudien gefunden werden, leider fehlt der eindeutige Beweis für eine kausale Beziehung.

Wie kommt das Vitamin D in den Körper?

Die Haut bildet in der Regel 80-90 % des Vitamins selbst mithilfe des Sonnenlichtes. Hierfür ist der Aufenthalt im Freien nötig. Leider reicht ein Aufenthalt in hellen Räumen nicht aus, da die UV – B Anteile im Sonnenlicht nicht durch das Glas in Fensterscheiben dringen kann. Durch Nahrung gelangt nur ca. 10-20 % an Vitamin D in den Körper. Einer der wesentlichsten Gründe hierfür ist, das nur wenige Lebensmittel nennenswerte Mengen an Vitamin D enthalten. Neben den natürlichen Quellen kann Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte Lebensmittel eingenommen werden.

Wie kommt es zu niedrigen Vitamin D Werten?

Unser Körper braucht eine gewisse Wellenlänge UV-B Strahlung um Vitamin D selbst herstellen zu können. Die Wellenlänge beträgt 290 nm bis 315 nm. Diese Strahlung gibt es ganzjährig nur unterhalb des 35. Breitengrades. Je höher man vom 35. Breitengrad sich befindet, desto weniger von dieser Strahlung bekommt man ab. Deutschland liegt zwischen dem 47. und 55. Breitengrad hier ist die körpereigene Bildung nur von ca. März bis Oktober bei einem Aufenthalt im Freien möglich. In der Regel kann in dieser Zeit der Körper neben der akuten Bedarfsdeckung ebenfalls Vitamin D Reserven im Fett und Muskelgewebe anlegen, auf die er in den Winter Monaten zurückgreifen kann.

Es kann vorkommen, dass der Aufbau eines ausreichenden Speichers durch äußere und individuelle Faktoren erschwert wird. Durch diese Faktoren kann es in der dunklen Jahreszeit zu einem niedrigen Vitamin D Spiegel kommen.

Die klimatischen Bedingungen gehören zu den äußeren Faktoren. So kann die UV-B Strahlung aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse, zum Beispiel bei starker Bewölkung, auch im Sommerhalbjahr mehr als 90 % verringert sein. Besonders auffällig ist hierbei auch die Abnahme von Aktivität im Freien und der vermehrter Aufenthalt in geschlossenen Räumen. Eine Folge des modernen Lebenswandel.

Zu den individuellen Faktoren zählen die Hautfarbe, das Lebensalter und das Körpergewicht sowie Einflüsse des modernen Lebenswandels.

Folgen eines Vitamin D Mangels

Wie Sie wahrscheinlich schon vermuten haben, kann ein Vitamin D Mangel eine bedeutsame Auswirkung auf die Knochengesundheit haben. Entkalkung und Erweichung der Knochen sind hierbei die gravierendsten Folgen. Bei Kindern und Säuglingen kann dies zum Krankheitsbild der Rachitis führen, d. h. zu schwerwiegenden Störungen des Knochenwachstums und zu bleibenden Verformungen des Skelettes, inklusive Aufreibungen im Bereich der Wachstumsfugen. Zudem werden häufig eine verringertem Muskelkraft, eine verminderte Muskelkraft sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit beobachtet. Auch beim Erwachsenen kann es durch die Entkalkung des Knochens zu Verformungen der tragenden Knochen, zu Knochenschmerzen und Muskelschwäche sowie Kraftminderung kommen. Eine weitere Erkrankung, zu der Vitamin D Mangel beitragen kann, ist Osteoporose, die sich vor allen im höheren Lebensalter bemerkbar macht. Eine erniedrigte Knochenmasse sowie eine mikroarchitektonische Verschlechterung des Knochengewebes kennzeichnet das Krankheitsbild.

Empfehlung zum Umgang mit Erkältungen in Coronazeiten

Dieser Handlungsleitfaden ersetzt auf keinen Fall den Besuch beim Arzt! Wenn Sie sich in der Anwendung unsicher fühlen, lassen Sie das Personal zu Hause oder senden Sie dieses zu einem Arzt!

Unterschiede in den Krankheitsbildern:

SymptomeCoronavirusGrippeErkältung
Fieberhäufighäufigselten
Müdigkeitmanchmalhäufigmanchmal
Hustenhäufig*häufig*wenig
Niesenneinneinhäufig
Gliederschmerzenmanchmalhäufighäufig
Schnupfenseltenmanchmalhäufig
Halsschmerzenmanchmalmanchmalhäufig
Durchfallseltenmanchmalnein
Kopfschmerzenmanchmalhäufigselten
Quelle: WHO

  1. Prüfen Sie durch Fragen die Symptome. Kommen Sie zu dem Schluss, dass es sich um eine Erkältung handeln können, können Sie ihr Risiko abwägen.
  2. Es ist wichtig das Ihr Personal mit einer Erkältung eine Maske trägt und am besten einen eigenen Raum hat. Sollte dies nicht möglich sein, halten Sie von den nächsten Arbeitsplätzen mindestens 2 Meter Abstand. Sorgen Sie dafür das zwischen den Arbeitsplätzen eine physikalische Barriere besteht und achten Sie auf die Hygienestandards.
  3. Sollte der Abstand nicht eingehalten werden so muss eine FFP2/KN95 Maske vom Personal getragen werden. Beachten Sie das die Tragedauer nicht so hoch ist, da der Atemstrom eingeschränkt ist.
  4. Das Personal sollte vor dem Verlassen des Arbeitsplatzes den Arbeitsplatz desinfizieren, so wird vermieden das weitere Personal infiziert wird.

Brandschutzhelfer

 Ab welcher Betriebsgröße sind Brandschutzhelfer notwendig?

Brandschutzhelfer, Evakuierung
Evakuierung aus dem Fenster

Grundsätzlich sind Brandschutzhelfer ab einem Beschäftigtem im Betrieb zu benennen. Nach § 10 Absatz 2 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) hat der Arbeitgeber Mitarbeiter zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen. Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung der nach Satz 1 benannten Beschäftigten, müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Gesamtzahl der Beschäftigten und zu den bestehenden besonderen Gefahren stehen. Vor der Benennung hat der Arbeitgeber den Betriebs- oder Personalrat anzuhören. Weitergehende Beteiligungsrechte bleiben unberührt. Der Arbeitgeber kann die in Satz 1 genannten Aufgaben auch selber wahrnehmen, wenn er über die nach Satz 2 erforderliche Ausbildung und Ausrüstung verfügt.

In der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 “Maßnahmen gegen Brände” wird zur Anzahl der Brandschutzhelfer unter dem Punkt 7.3 Absatz 2 und 3 folgendes ausgeführt:

Gesetz Brandschutzhelfer
In den Vorschriften und Gesetzen ist die Anzahl der Brandschutzhelfer bestimmt

(2) “Die Anzahl von Brandschutzhelfern ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Ein Anteil von 5 % der Beschäftigten ist in der Regel ausreichend. Eine größere Anzahl von Brandschutzhelfern kann z. B. in Bereichen mit erhöhter Brandgefährdung, bei der Anwesenheit vieler Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie bei großer räumlicher Ausdehnung der Arbeitsstätte erforderlich sein.”

(3) “Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer sind auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter, z. B. Fortbildung, Urlaub und Krankheit, zu berücksichtigen.”

Was heißt das konkret?

Kleine und mittlere Unternehmen müssen in der Regel 5% ihrer Beschäftigten zum Brandschutzhelfer ausbilden lassen. Liegt eine generell erhöhte Brandgefährdung vor, erhöht sich auch die Anzahl der geforderten Helfer.

Dazu drei Beispiele: Befinden sich regelmäßig fünf Mitarbeiter im Betrieb, benötigt die Firma einen Brandschutzhelfer. Bei einem Unternehmen mit 500 Mitarbeitern, sind es in der Regel 25 Brandschutzhelfer. Bei einem Kaufhaus mit 500 Beschäftigten und ca. 1.000 Kunden im Geschäft, ergeben sich für insgesamt 1.500 Menschen dem Rechenschlüssel zufolge 75 Brandschutzhelfer. Wer dagegen verstößt, kann mit Bußgeldern bis zu 1.000 Euro belegt werden.

Das beinhaltet die Ausbildung zum Brandschutzhelfer:

Brandschutzhelfer Ausbildung
Übung mit dem Feuerlöscher
  • Rechtliche Grundlagen des Brandschutzes
  • Physikalisch-chemische Grundlagen der Verbrennung und des Löschens
  • Vorbeugender Brandschutz in Gebäuden
  • Ziele, Organisation und Methoden des betrieblichen Brandschutzes
  • DIN 14096: Brandschutzordnung Teil A bis C
  • Brandmeldeeinrichtungen und Kennzeichnung
  • Abwehrender Brandschutz: Verhalten im Brandfall, Brandbekämpfung mit Feuerlöschern
  • Personenbezogene Gefahren durch Brände und persönliche Schutzmaßnahmen
  • Rettung von Personen und Einleitung der Evakuierung von Gebäuden sowie Rettungswege
  • Alarmierung, Einweisung und Unterstützung der Hilfskräfte (z.B. Feuerwehr)
  • Feuerlöschübung (praktische Unterweisung)

Service

Gerne organisieren wir Ihnen einen Brandschutzhelferkurs für Ihre Mitarbeiter, kontaktieren Sie uns über unsere Webseite oder per E-Mail.

Antibiotika

Frau die Husten hat und Antibotika nicht wirkt

In der kalten Jahreszeit, wenn Atemwegsinfekte wieder vermehrt um sich greifen, ist es verständlich wenn Betroffenen schnell wieder gesund werden wollen. Gerade im Hinblick auf die hohen Leistungsanforderungen im beruflichen und privaten Alltag sollten Antibiotika nicht als Wunderwaffe angesehen werden. Die meisten Atemwegsinfekte werden durch Viren verursacht . Antibiotika bedeutet im übertragenen Sinne “gegen Bakterien”, daher haben sie bei Atemwegsinfekten keinerlei Wirkung. Bakterielle Erkrankungen sind zum Beispiel Scharlach und häufig auch Lungen- oder Mandelentzündungen.

Wie ist die Wirkung?

Eine Hand voll Pillen Antibiotika

Leider wirken Antibiotika nicht nur gegen die „schlechten“ Bakterien, sondern auch gegen die guten Bakterien. Vor allem im Darm. Hier sind viele unterschiedliche Bakterienkulturen angesiedelt, die in Wechselwirkung mit dem menschlichen Körper stehen. Bei der Einnahme von Antibiotika lässt man auch diese absterben und riskiert erhebliche Magen-Darm Probleme. Deswegen wird empfohlen, zusätzlich zur Einnahme von Antibiotika auch probiotische Bakterien zu sich zunehmen, um den Darm wieder zu stabilisieren.

Was ist bei der Einnahme zu beachten?

Antibiotika sind verschreibungspflichtig und sollten grundsätzlich nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Für den Fall, dass Sie noch zusätzliche Medikamente einnehmen, sollten Sie dieses ebenfalls mit ihrem Arzt besprechen. Manchmal muss 3 Stunden vor bzw. nach der Einnahme auf Milchprodukte verzichtet werden. Ein Verzicht gilt auch für Alkohol, Grapefruit Produkte, und Säfte. Nehmen Sie das Antibiotikum über den ganzen verordneten Zeitraum ein, setzen Sie das Medikament nicht vorzeitig ab, auch wenn es ihn bereits besser geht.

Gibt es pflanzliche Alternativen?

Koblauch wirkt wie Antibiotika

Auch in der Naturapotheke gibt es Antibiotika. Mit Knoblauch ersetzten die Ärzte im ersten Weltkrieg fehlendes Antibiotikum. Auch Eukalyptus und Pinienöl werden ähnliche Wirkweisen nachgesagt.

Was sind die Nachteile?

Bakterien sind Mikroorganismen, die anpassungsfähig sind. D.h. sie können gegen die Wirkung von Antibiotika resistent werden, sodass diese keine Wirkung mehr zeigen. Daher sollte eine Einnahme nicht leichtfertig erfolgen und nur mit absoluter Notwendigkeit. Andernfalls könnte es passieren, dass das Medikament keine Wirkung mehr zeigt wenn Sie wirklich mal drauf angewiesen sind.

Unser Service für Sie:

Für den Fall, dass wir Sie noch nicht betreuen, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen. Auf der Internetseite Patienten-Information.de finden Sie weitere Hinweise.

Grippeschutzimpfung

Wer ist gefährdet?

Spritze zur Grippeschutzimpfung
Spritze zur Grippeschutzimpfung

Die ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeschutzimpfung für alle Personen ab 60 Jahren, für alle Schwangeren ab dem zweiten Trimenon, für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Personen die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt leben. Medizinisches Personal und Einrichtungen mit umfangreichen Publikumsverkehr und Personen, die eine mögliche Infektionsquelle für andere darstellen (z.B. als Betreuer von Risikogruppen) sollten ebenfalls geimpft werden.

Die jährliche Grippewelle in Deutschland hat in den vergangenen Jahren meist zu Beginn des Jahres begonnen. Deswegen sollte die Impfung, um rechtzeitig geschützt zu sein, bereits im Okt/ Nov des Vorjahres stattfinden. Wenn die Impfung zu diesem Zeitpunkt versäumt wird, kann sie auch zu einem späteren Zeitpunkt und sogar während der Grippewelle noch sinnvoll sein.

Grippeschutzimpfung sind auch für ältere Menschen notwendig.
Ältere Menschen sind besonders gefährdet

Es wird empfohlen, dass ältere Menschen sich unbedingt impfen lassen. Sie haben ein höheres Risiko einen schweren Verlauf der Grippe zu bekommen, der mit Lungenentzündung oder Herzinfarkt einhergeht, oder sogar tödlich verlaufen kann. Auch Personen mit Grunderkrankungen haben ein erhöhtes Risiko, schwere oder tödliche Krankheitsverläufe einer Influenzainfektion zu entwickeln. Dabei sind besonders die Person gefährdet, die eine Überempfindlichkeit der Atemwege oder eine eingeschränkte Lungenfunktion haben. Es hat sich gezeigt, dass Personen mit einer chronischen Herz-Kreislauferkrankung, Leber- oder Nierenerkrankung, Personen mit Diabetes oder anderen Stoffwechselkrankheiten, Personen mit einer neurologischen oder neuromuskulären Grunderkrankung oder einer Immunsuppression gefährdet sind.

Wie oft sollte eine Grippeschutzimpfung stattfinden?

Das Influenzavirus ist sehr wandlungsfähig, deswegen ist eine jährliche Anpassung des Impfstoffes erforderlich und demnach wird eine jährliche Impfung empfohlen. Laut Fachinformationen beträgt die Immunität in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten innerhalb einer Saison. Studien zeigen, dass wiederholte Impfungen besser vor schweren Verläufen schützen können.

Können geimpfte Personen andere Personen anstecken?

Der Impfstoff der Grippeschutzimpfung ist ein sog. Totimpfstoff bzw. inaktiver Impfstoff. D.h. Sie enthalten entsprechend ihrer Bezeichnung nur abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht mehr vermehren können. Eine Ausnahme bildet, der für Kinder und Jugendliche zugelassene Lebendimpfstoff, der abgeschwächte Viren enthält. Durch die Impfung mit einem Totimpfstoff wird weder die Krankheit ausgelöst, noch können die geimpften Personen das Virus an Dritte weitergegeben. Bei einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff sind entsprechend den Hinweisen der Fachinformationen gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu berücksichtigen. Hier besteht, in einem Zeitraum von 1-2 Wochen nach Impfung, die Gefahr der Virusübertragung auf stark immungeschwächte Personen. Hier sollte also enger Kontakt zu vermieden werden. Manchmal kann es passieren, dass nach einer Impfung keine bzw. nicht genug Antikörper aufgebaut werden und es trotzdem zu einer Infektion mit dem Influenzavirus kommt. Oft verlaufen solche Infektionen mit einem milderen Krankheitsverlauf oder bleiben sogar unbemerkt.

Wer darf nicht gegen Influenza geimpft werden?

Jeder der an einer fieberhaften Erkrankung oder schwerer akuten Infektion leidet, sollte zu diesem Zeitpunkt nicht geimpft werden. Hier sollte die Impfung sobald wie möglich nachgeholt werden. Personen, mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß oder gegen einen anderen Bestandteil des Impfstoffes, sollten die Möglichkeit einer Impfung gegen Influenza unbedingt vorher mit ihrem Arzt besprechen.

Service

Gerne bieten wir Ihnen eine Impfberatung an. Nehmen Sie hierzu gerne Kontakt mit uns auf. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Seite des Robert Koch Institutes.

Impfungen

IIn Deutschland und anderen Industrieländern entscheiden sich einige Eltern bewusst dagegen, ihre Kinder zu impfen – mit schwerwiegenden Folgen. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr mehr als 500 Maserninfektionen registriert. Seit März diesen Jahres gilt eine Impfpflicht gegen Masern.

Warum Impfungen so wichtig sind

Kinderkrankheiten sind nicht harmlos, da jährlich sterben schätzungsweise 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren weltweit an Krankheiten, vor denen sie durch verfügbare Impfungen geschützt gewesen wären. Jedes vierte Kleinkind starb weltweit an Lungenentzündung, Masern oder Durchfallerkrankungen. Ein Großteil der Ansteckungen hätte durch Impfungen vermieden werden können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Impfverweigerung inzwischen auf die Top-Ten-Liste der globalen Gesundheitsgefahren gesetzt.

Masern

Masern
Sick child with red rash spots from measles.

Noch vor einigen Jahrzehnten haben große Masern-Epidemien jährlich geschätzte 2,6 Millionen Menschen getötet. Weltweit haben Impfungen gegen Masern zwischen 2000 und 2018 23,2 Millionen Kindern das Leben gerettet. Aber: 2018 starben immer noch rund 140.000 Menschen an den Folgen von Masern. Aktuell gibt es sogar wieder eine Zunahme von Masern-Ausbrüchen – wegen fehlendem Impfschutz. So erreichte die Zahl der gemeldeten Masern-Fälle im Jahr 2019 einen neuen Höchststand in den USA. Albanien, Tschechien, Griechenland und Großbritannien verloren im vergangenen Jahr ihren Status als masernfrei. 

Impfungen wirken

Sie gehören nachweislich zu den wirksamsten und effektivsten Maßnahmen, um das Überleben und gesunde Aufwachsen von Kindern zu sichern und haben dazu beigetragen, dass die Kindersterblichkeit seit 1990 halbiert wurde. Impfungen sind kostengünstig und in jedem Fall viel preiswerter, als Krankheiten zu behandeln und Epidemien zu bekämpfen, wenn sie erst einmal ausgebrochen sind.

Vielleicht tut eine Spritze einen kurzen Moment lang ein klein bisschen weh – aber dafür schützt sie zuverlässig vor Krankheiten, die lebenslange Folgen haben oder sogar tödlich verlaufen können.

Masern-Impfpflicht seit März 2020

Das Bundesgesundheitsministerium informierte in seiner Pressemitteilung vom dritten Quartal 2019, dass ab dem 01. März 2020 in allen sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen eine Impfung gegen Masern nachgewiesen werden muss.

Nachweispflicht bis 07/2021

Diese Maßnahme wurde getroffen, da es 2018 weltweit zu einer Verdopplung der Masern Fallzahlen kam. Nicht nur Kinder können sich anstecken, auch Jugendliche und Erwachsene. Die Entwicklung zeigt, dass die Impfung, die eigentlich im Kindesalter hätte durchgeführt werden müssen, vernachlässigt wurde.

Die wesentlichen Regelungen des Gesetzes:

  • Vor der Aufnahme in Kindertagesstätten, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen müssen alle Kinder nachweisen, dass sie die von der Impfkommission empfohlenen Impfungen gegen Masern erhalten haben.
  • Personen, die in diesen Einrichtungen arbeiten wollen, müssen ebenfalls eine vollständige Masern-Schutzimpfung nachweisen. Dies gilt auch für Personen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten wollen.
  • Auch in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften müssen, sowohl Bewohner als auch dort beschäftigte Mitarbeiter den Impfschutz nachweisen.
  • Entsprechend der Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) sind Personen mit medizinischen Kontraindikationen und Personen die vor 1970 geboren sind, von der Impfpflicht ausgenommen. Das gilt auch für Personen, die die Krankheit bereits nachgewiesenermaßen durchlitten haben.
  • Der Nachweis kann durch den Impfausweis, insbesondere bei bereits erlittener Krankheit – ein ärztliches Attest bzw. Antikörpertest erbracht werden.
  • Kinder, die schon in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden und Personen, die dort bereits tätig sind, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen.
  • Nicht geimpfte Kinder können vom Besuch der Kindertagesstätte ausgeschlossen werden. Nicht geimpftes Personal darf in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen keine Tätigkeiten aufnehmen.
  • Eltern, die ihre in Gemeinschaftseinrichtungen betreuten Kinder nicht impfen lassen, müssen mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 2.500 Euro rechnen. Das Bußgeld kann auch gegen Kindertagesstätten verhängt werden, die nicht geimpfte Kinder aufnehmen. Gleiches gilt für nicht geimpftes Personal in Gemeinschaftseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen, Asylbewerberunterkünften und für nicht geimpfte Bewohner solcher Unterkünfte.
  • Die Dokumentation von Schutzimpfungen soll auch in elektronischer Form möglich sein. Patienten können somit auch automatisiert an Termine für Folge- und Auffrischimpfungen erinnert werden.

Wie wird der Nachweis erbracht?

Der Nachweis kann durch den Impfausweis, das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder – insbesondere bei bereits erlittener Krankheit – ein ärztliches Attest erbracht werden. Der Nachweis ist in der Regel gegenüber der Leitung der Einrichtung zu erbringen. Kinder, die schon jetzt im Kindergarten und in der Schule oder in anderen Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen. Als Nachweis wird auch die Bestätigung einer zuvor besuchten Einrichtung akzeptiert, wenn dort der entsprechende Impfschutz bzw. Nachweis erbracht wurde.

Entsprechendes gilt für Personal in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen, wie z.B. in Krankenhäusern oder Arztpraxen. In medizinischen Einrichtungen ist das bereits gelebte Praxis. Auch hier muss das Personal entweder die Impfung nachweisen oder die Krankheit bereits durchlitten haben, um eine Immunität nachzuweisen.

Quellen:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/impfpflicht.htmlhttps://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl120s0148.pdf#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl120s0148.pdf%27%5D__1590328853423